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Wenn eine BU nicht möglich ist

Es gibt gesundheitliche Konstellationen, in denen eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung nach heutiger Annahmepraxis kaum erreichbar ist — etwa während einer laufenden Behandlung, in den ersten Jahren nach einer Krebserkrankung oder bei Diabetes. Das ist keine Aussage über dich, sondern über die Risikomodelle der Versicherer. Diese Seite erklärt, was stattdessen geht.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Sie zahlt, wenn du gar keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen kannst — nicht nur deinem Beruf. Die Hürde für eine Leistung ist damit deutlich höher als bei der BU, dafür sind die Gesundheitsfragen bei einigen Anbietern weniger streng — und für körperlich Tätige ist der Beitrag oft deutlich niedriger, weil der Beruf hier keine Rolle spielt. Versichert sind dieselben Auslöser wie bei der BU, einschließlich psychischer Erkrankungen. Für Menschen, die keine BU mehr bekommen, ist sie oft die nächstliegende Absicherung der Arbeitskraft.

Grundfähigkeitsversicherung

Sie versichert konkrete, im Vertrag genau definierte Fähigkeiten — etwa Gehen, Sehen, Hände gebrauchen oder das Autofahren (der Verlust der Fahrerlaubnis aus medizinischen Gründen ist einer der praktisch stärksten Auslöser). Verlierst du eine versicherte Fähigkeit, wird gezahlt, unabhängig davon, ob du weiter arbeiten könntest. Die Gesundheitsprüfung fällt je nach Anbieter und Vorgeschichte milder aus als bei der BU — bei einzelnen Tarifen entfallen die Fragen nach psychischen Vorerkrankungen sogar ganz, wenn der Psyche-Baustein nicht mitversichert wird. Wichtig ist ehrliches Erwartungsmanagement: Die Fähigkeiten sind eng definiert, die GFV ersetzt keine BU — sie deckt aber einen relevanten Teil des Risikos ab.

Dread-Disease-Versicherung

Sie zahlt eine einmalige Summe bei bestimmten schweren Erkrankungen — je nach Bedingungswerk zum Beispiel Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Psychische Erkrankungen und viele Verläufe des Bewegungsapparats sind nicht versichert; als Ersatz für eine laufende Rente taugt sie deshalb nicht. Ihre Stärke ist die schnelle Liquidität im Ernstfall — etwa um eine Immobilienfinanzierung abzusichern oder als Selbstständiger die ersten Jahre nach einer schweren Diagnose zu überbrücken.

Unfallversicherung

Sie leistet nur nach Unfällen, nicht bei Krankheit — das ist eine große Einschränkung, denn die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit haben Krankheitsursachen. Ihr Vorteil: Die Gesundheitsprüfung ist einfach, und sie ist auch mit Vorerkrankungen meist erreichbar. Als Notlösung besser als gar keine Absicherung, aber kein Ersatz.

Beratung zu den Alternativen

Zu diesen Alternativen berate ich dich gern — die Einschränkung weiter unten gilt nur für die klassische BU. Wenn du wissen willst, welche dieser Absicherungen bei dir erreichbar ist, buch dir direkt ein Erstgespräch (60 Minuten, per Zoom) und gib als Grund „Alternativen zur BU" an.

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Warum ich diese Fälle nicht berate

Ich könnte dir hier ein Beratungsgespräch anbieten und auf Einzelfälle hoffen — nach meiner Erfahrung führt das in dieser Konstellation fast nie zum Abschluss, und ein Gespräch, das mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Absage endet, hilft dir nicht. Ehrlicher ist: Prüf die genannten Alternativen, und wenn sich deine gesundheitliche Situation stabilisiert hat — bei vielen Erkrankungen zählt der Abstand in Jahren — lohnt sich ein neuer Anlauf. Dann kannst du dich gerne melden.